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Jun 08

Viren die Krankeheiten heilen

Vorbereitung und Infektion lentiviraler Vektor

Vorbereitung und Infektion lentiviraler Vektor

Viren, die Krankheiten heilen

Viren, die Krankheiten heilen? Für einen Laien scheint das eher unverständlich, wenn nicht sogar unmöglich. Die Biotech Branche ermöglicht allerdings genau das. Doch wie funktionieren Viren eigentlich? Jeder kennt sie aus dem Biologie Unterricht: Viren sind dafür bekannt, krank zu machen: Sie befallen die Zellen von Pflanzen, Tieren, Pilzen und Menschen. Doch sie selbst sind keine Lebewesen, denn sie besitzen weder einen eigenen Stoffwechsel, noch können sie sich selbst vermehren – sie sind also immer auf einen Wirt angewiesen. Viren befallen beispielsweise menschliche Zellen, schleusen ihre eigene DNA ein und vermehren sich somit auf Kosten der Wirtzelle und machen den Organismus krank. In der Medizin kann man diese gezielt mit Virostatika bekämpfen. Allerdings sind einige Viren schwerer zu bekämpfen als andere.

Virale Vektoren Virale Vektoren sind der Schlüssel zu einer neuen Zukunft: Sie sind gentechnisch modifizierte Viren oder Viruspartikel, mit Hilfe derer man gentechnisches Material in andere Zellen einschleusen kann. Sie sind also sozusagen ein Transportmittel, welches Erbmaterial mit einer bestimmten Funktion enthält, das dann in andere Zellen übertragen wird. Dieser Vorgang kann in vivo oder in vitro erfolgen. Anwendung finden diese Vektoren in der Biotechnologie, Gentherapie oder Molekularbiologie. Die Gentherapie hat sich in den letzten Jahren ehrgeizige Ziele gesetzt. Seit den 1980er Jahren helfen Viren bei der Erforschung neuer Gebiete. Durch die Hilfe von viralen Vektoren kann man beispielsweise defekte Gene reparieren und dadurch schwere Erbkrankheiten heilen. Zurzeit liegt der Schwerpunkt jedoch im Bereich der Onkologie, wo man für ein Heilmittel gegen die Krankheit Krebs forscht. Ziel ist es, durch gezielte Bekämpfung der Tumore diese zu beseitigen, ohne den anderen, gesunden Zellen zu schaden. Weitere Gebiete für den Einsatz viraler Vektoren sind: Phagentherapie, antibiotikaresistene Bakterien, Impfstoffe und die Therapie von schweren Infektionskrankheiten.

Biotech Firmen

Virale Vektoren werden zum Beispiel in Biotechnologieunternehmen hergestellt. Ein Beispiel dafür ist SIRION Biotech eine Firma, die nicht nur verschiedenste Formen von Vektoren herstellen kann, sondern diese auch kundenspezifisch anpasst. Zur Produktpalette gehören vor allem Lentiviren, Adenoviren und Adeno-assoziierte-Viren. Je nach Kundenauftrag werden diese Vektoren dann in der Lebensmittel- oder Kosmetikforschung, in der Medikamentenforschung oder in der Krebsforschung eingesetzt. Virale Vektoren und die Gentherapie sind unsere Zukunft im Kampf gegen unheilbare Krankheiten. Die Branche hat noch einen langen Weg vor sich, aber die derzeitigen Fortschritte deuten auf eine vielversprechende Entwicklung hin.

Quellen:
- Universität Bonn
- Wikipedia
SIRION Biotech

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