Beim sogenannten Intervalltraining werden sportliche Einheiten in, wie der Name bereits sagt, Intervalle gegliedert. Dabei folgen auf intensive Belastungsphasen Einheiten, in denen die Entspannung der Muskeln im Vordergrund steht. Die Erholungsphasen werden in diesem Training so ausgelegt, dass dem Körper keine Zeit für eine intensive Erholung bleibt. Diese unvollständige Erholung soll in den Muskeln einen stärkeren Aktivierungsreiz setzen. Ziel des Intervalltrainings ist es, die Bewegungsabläufe zu optimieren und die Ausdauer zu steigern. Auch die Sauerstoffaufnahme durch den Körper soll maximiert werden.

Formen des Trainings

Des Weiteren ist eine Verbesserung der Leistung des Herz-Kreislauf-Systems auf hohem Niveau möglich. Beim Tempodauerlauf wird vor allem der Mischstoffwechsel angeregt, der im aerob-anaeroben Bereich aktiv ist. Dieser Bereich bezeichnet den größtmöglichen Belastungszustand, den ein Sportler erreichen kann. Nach einer 15-minütigen Einlaufphase erfolgt eine Intensivphase, in der in einem Bereich von 80 bis 95 Prozent der größtmöglichen Herzfrequenz gelaufen wird. Dabei ist zu beachten, dass der Läufer das Training als angenehm empfinden sollte. Die Intensivphase kann eine Dauer von 15 bis 60 Minuten haben. Anschließend erfolgt eine 15-minütige Auslaufphase. Bei den intensiven Berg- und Treppenläufen steht die Verbesserung der Kraftausdauer im Vordergrund. Hier werden 2- minütige Belastungsphasen von 3-minütigen Erholungsphasen abgelöst. Alle Trainingsformen zielen auf eine Stärkung des Herz-Kreislauf-Systems ab, was auch immer der Gesundheit förderlich ist.

Vor- und Nachteile

Die Trainingsmethode ist besonders effektiv, denn die Sportler können in kurzen Trainingseinheiten ihre sportliche Leistung erhöhen. Studien haben erwiesen, dass dieses Training die gleichen Ergebnisse erzielt, wie die herkömmlichen Trainingseinheiten auf normalem Niveau. Vor allem das kurzzeitige Intervalltraining konnte in den Studien besonders effektiv abschneiden. Ein großer Nachteil besteht aber darin, dass der Bewegungsapparat vor allem bei untrainierten Sportlern massiv geschädigt werden kann. Die Athleten müssen die sehr hohen Belastungen über einen kurzen Zeitraum aufrechterhalten. Der Körper von untrainierten Sportlern ist im Vergleich zu trainierten Athleten nicht optimal durchblutet. Das erhöht das Verletzungsrisiko bei kurzzeitig hohen Belastungen. Auch kann das Training nicht mehrmals in einer Woche durchgeführt werden, denn die Regenerationszeit zwischen den Einheiten ist sehr lange.

Fazit

Das Intervalltraining ist für durchtrainierte Sportler eine effektive und zeitsparende Möglichkeit, um ihre Leistung und Kraftausdauer innerhalb kurzer Zeit zu verbessern. Anfänger sollten aufgrund des Verletzungsrisikos allerdings auf diese Trainingsform verzichten.