Dauererektion

Erst kürzlich sorgt eine 26-Jähriger bei den Ärzten für Verblüffung. Der junge Mann hatte 30 Tage lang einen Dauerständer. Was den Medizinern Kopfzerbrechen bereitete, ist allerdings kein Einzelfall. Immer wieder gibt es Männer, die von einer Dauererektion berichten und darunter leiden.

Wenn das beste Stück nicht so funktioniert, wie es soll, leidet der Mann darunter. Oft haben die Herren der Schöpfung Probleme mit der Erektion. Der Penis versagt im wichtigen Moment seinen Dienst und wird nicht richtig steif oder die Erektion hält nicht lange an. Es gibt aber auch Männer, die unter ganz anderen Problemen leiden: Sie haben eine Dauererektion. Was sich im ersten Moment anhört wie der Traum aller Männer ist aber in Wirklichkeit ein Horror. Denn eine Erektion, die mehr als 2 Stunden anhält, sorgt für extrem starke Schmerzen. Zudem ist sie sehr gefährlich. Dass es überhaupt soweit kommt, hat verschiedene Gründe. Ein Grund ist die (übermäßige) Einnahme von Potenzmitteln wie Viagra, Cialis oder Kamagra, Antidepressiva oder anderen Medikamenten. Es gibt aber auch andere Ursachen. Mediziner bezeichnen den Dauerständer als Priapismus. Dieser tritt spontan auf.

Die Dauererektion ist gefährlich

Priapismus ist für den Mann gefährlich. Ärzte bezeichnen diese Krankheit als akuten urologischen Notfall, der innerhalb eines bestimmten Zeitfensters behandelt werden muss. Und zwar spätestens nach 12 Stunden. Ist das nicht der Fall und wird der Patient später behandelt, können irreparable Schäden entstehen, die zu einem dauerhaften Verlust einer Erektion führen können. Denn das Geflecht des Schwellkörpers ist dann oft zerstört. Die Ursache ist in der Regel idiopathisch. Das heißt, der Grund für die Dauererektion ist nicht bekannt und steht auch nicht mit anderen Krankheiten in Zusammenhang. Unterschieden wird außerdem zwischen ischämischen Priapismus und nicht-ischämischen Priapismus.

Ischämischer Priapismus

Ischämischer Priapismus heißt, es existiert ein unzureichender Blutabfluss und das Blut staut sich im Penis. In der Folge kann kein sauerstoffreiches Blut nachfließen. Dies führt dann im Glied zu einer Sauerstoffunterversorgung. Die Erektion hält in der Folge dauerhaft an. Ab einem Zeitpunkt von zwei bis vier Stunden treten starke Schmerzen auf.

Nichtischämischer Priapismus

Der nichtischämische Priapismus tritt seltener auf. Hier kommt es zu einem unkontrollierten Blutfluss im Penis. Dieser abnormale Blutfluss ist meistens auf eine Arterienverletzung im Leistenbereich zurückzuführen. Er ist in der Regel nicht so schmerzhaft und kann auch nicht zum Absterben von Penisgewebe führen. Sprich, es handelt sich um eine schwächere Form der Dauererektion. Außerdem ist der Penis dann nicht vollkommen steif. Eine anschließende dauerhafte Erektionsstörung in der Folge kommt bei dieser Form des Priapismus selten vor.  

Andere Gründe für eine Dauererektion sind Prostatakrebs, Rückenmarksverletzungen, Drogenmissbrauch, Medikamente mit PDE-5-Hemmern, neurologische oder tumoröse Erkrankungen oder eine Schwellkörperautoinjektions-Therapie. Per Diagnostik und einer Blutgasanalyse des Schwellkörpers kann der behandelnde Arzt schnell zwischen ischämischem und nicht-ischämischem Priapismus unterscheiden.

Therapie einer Dauererektion

Wenn es sich um einen ischämischen Priapismus handelt, wird der Schwellkörper punktiert und Blut extrahiert. In der Regel werden bis zu 500 ml Blut abgelassen. Im Anschluss erhält der Patient eine Spritze mit verdünnten Sympathomimetika. Wenn die Behandlung nicht innerhalb von 12 Stunden nicht erfolgt, hilft in vielen Fällen nur noch eine operative Therapie, wobei die Chancen, in der Folge impotent zu sein, bei 50 bis 90 % liegen.

Behandlung einer Dauererektion

Einfache Maßnahmen, die jeder Mann durchführen kann, der unter einer Dauererektion leidet, sind Auflegen von Eis sowie Treppen steigen. Da es sich bei Priapismus um einen Notfall handelt, sollte der Betroffene aber so schnell wie möglich in die Notaufnahme gehen oder sich an einen Urologen wenden. Als erste Notmaßnahme erhält der Patient ein Schmerzmittel, um die starken Schmerzen zu lindern. Anschließend wird der Penis mit einem Lokalanästhetikum betäubt und die eigentliche Behandlung durchgeführt (Blutabführung und Injektion). Durch die Blutentnahme lassen sich Schwellung und Druck reduzieren. In einigen Fällen spült der Arzt auch die Venen des Penis mit einer Kochsalzlösung durch. Das entfernt Blutgerinnsel und sauerstoffarmes Blut. Die genannten Maßnahmen lassen sich mehrfach wiederholen. Aber wenn sie keine Wirkung zeigen, muss der Penis operiert werden. Hier wird oft ein Shunt geschaffen, das ist eine künstlich angelegte Verbindung zur Umleitung des übermäßigen Blutflusses. Damit soll eine gleichmäßige und normale Durchblutung im Penis wiederhergestellt werden.

Wie häufig kommt eine Dauererektion vor?

Keine Angst Männer, die Dauererektion kommt in der Regel sehr selten vor. Statistiken zufolge beträgt der Index etwa 1–3/100 000. Sprich maximal drei von 100.000 Männern leiden einmal im Leben an Priapismus. Am häufigsten kommt diese Krankheit bei Männern im Alter zwischen 5–10 Jahren sowie 20–50 Jahren vor. Aber es ist möglich, in jedem Alter an einer Dauererektion zu erkranken. Dann entsteht Priapismus häufig in Folge einer Sichelzellenanämie oder eine SKAT-Therapie.

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