Keine Lust auf Sex

Der Verlust der sexuellen Lust wird von Medizinern als Libidoverlust bezeichnet. Früher wurde dies auch „Frigidität“ genannt. Sexuelle Unlust kann sowohl Frauen als auch Männer betreffen. In der Regel stellt sich dieses Phänomen allerdings nicht von heute auf morgen ein, sondern entwickelt sich allmählich und kann von mehreren Faktoren abhängig sein.

Etwa 30 % der Frauen zwischen 18 und 59 Jahren bekunden, dass sie nur noch geringe Lust auf sexuelle Aktivitäten hätten. Im Vergleich dazu kann dies bei 14 % der Männer derselben Altersgruppen beobachtet werden. Somit sind Frauen davon stärker betroffen als Männer.

Es kann sehr viele Gründe haben, warum man keine Lust mehr auf Sex verspürt. Diese Gründe können organischer Natur sein, aber auch ihren Ursprung im psychisch-sozialen Umfeld haben. In den meisten Fällen können diese Ursachen behoben werden.

Die möglichen Ursachen des Libidoverlusts

Wie bereits eingangs erwähnt, kann es zahlreiche Ursachen für sexuelle Unlust bei beiden Geschlechtern geben. Mitunter kann es schwierig sein, die tatsächliche Ursache ausfindig zu machen, um sie dann gezielt behandeln zu können. Oft können die Betroffenen nur schwer einen Zusammenhang mit der Ursache des Problems erkennen.

Eine weit verbreitete Ursache für den Verlust der Libido ist eine nicht behandelte Hypothyreose, auch als Unterfunktion der Schilddrüse bekannt. Bei diesem Defekt der Schilddrüse werden zu wenig Hormone produziert, was auch sexuelle Unlust verursachen kann.

Da die Hypothyreose mit weiteren Symptomen wie Schlafstörung, Gewichtszunahme, die Unfähigkeit, sich zu konzentrieren und Stimmungsschwankungen auftritt, suchen die Betroffenen meist schnell den Hausarzt auf. Die gute Nachricht ist, dass eine Schilddrüsenunterfunktion gut behandelbar ist. Der Patient muss dann Tabletten einnehmen, um den gestörten Hormonhaushalt zu regulieren, womit auch die Steigerung der Libido einhergeht.

Weitere organische Ursachen, die mit sexueller Lustlosigkeit einhergehen, sind Erkrankungen wie Diabetes, Gefäß- und Herzerkrankungen und Leberzirrhose.

Weiterhin kann eine Depression auch einen Libidoverlust verursachen. Medikamente können ebenso dazu führen, dass die sexuelle Lust sinkt. Zu diesen Präparaten gehören unter anderem entwässernde Medikamente, Haarwuchsmittel oder blutsenkende Mittel.

Nicht zuletzt haben soziale Aspekte großen Einfluss auf die Libido. Hohe berufliche Anforderungen, Stress, Probleme in der Beziehung, finanzielle Sorgen oder familiäre Belastungen können Gründe für weniger Lust auf Sex sein.

Während die obigen Ausführungen beide Geschlechter betreffen können, gibt es auch geschlechtsspezifische Ursachen für einen Libidoverlust.

Frauen

Nach einer Geburt haben Frauen meist weniger Lust auf Sex. Dies kann einerseits an der Umstellung auf die neue Situation sein, aber auch eine temporäre körperliche Überforderung.

Weiterhin leiden einige Frauen an Scheidentrockenheit oder Endometriose, was Schmerzen beim Geschlechtsverkehr verursacht. Dies hat zur Folge, dass die Frau keine Lust mehr auf Sex hat. In vielen Fällen lassen sich diese Krankheiten aber medikamentös behandeln.

Mit zunehmendem Alter verringert sich die Östrogenproduktion. Auch dies kann zu einer verminderten Libido führen.

Männer

Auch Männer können an einem Verlust ihrer Libido leiden. Besonders bei älteren Männer kommt es vor, dass in den Hoden eine Funktionsstörung vorliegt. Dies hat zur Folge, dass weniger oder auch gar kein Testosteron mehr produziert wird. Erektionsprobleme sind weitere Ursachen für sexuelle Unlust beim Mann.  

Die Behandlung der sexuellen Unlust durch Medikamente

Wie oben beschrieben, kann ein Libidoverlust mehrere Ursachen haben. Daher ist der Gang zum Arzt unvermeidlich, um beispielsweise unentdeckte Leiden wie Diabetes oder Schilddrüsenunterfunktion feststellen und entsprechend behandeln zu können. In der Regel reguliert sich mit der geeigneten Medikation dann auch das Problem.

Sind alle körperlichen und psychischen Komponenten ausgeschlossen worden, hilft auch die Verabreichung potenz-, bzw. luststeigernder Präparate. Es gibt sowohl für Frauen als auch für Männer gute Mittel, die ein erfülltes Sexualleben gewährleisten.

Luststeigernde Präparate für die Frau

Wenn eine Frau ein nachlassendes Interesse an Sex feststellt, ist dies kein Grund zur Resignation, denn es gibt sehr gute Präparate, die das sexuelle Verlangen wieder aufleben lassen können.

Für Frauen werden Präparate in den Online Apotheken angeboten, die das sexuelle Verlangen wieder erwecken, bzw. steigern sollen. Ein Beispiel dafür ist Remisens, das auf pflanzlicher Basis eine aphrodisierende Wirkung verspricht. Hauptbestandteil des Produkts ist Damiana, eine Pflanze aus Nordamerika, die bereits von den Mayas zur Luststeigerung Anwendung fand. Bei längerfristiger Einnahme soll diese Pflanze die Durchblutung der Geschlechtsorgane anregen, um sowohl die Leistungsfähigkeit als auch das Lustempfinden zu stärken. Demnach ist Remisens auch für Männer eine gute Option.

Potenzsteigernde Mittel für den Mann

Neben Mitteln zur Steigerung der Lust gibt es auch Präparate, die bei Erektionsstörungen helfen. Männer mit erektiler Dysfunktion leiden in der Regel nicht an sexueller Unlust, sondern haben Probleme, eine Erektion zu bekommen oder aufrechtzuerhalten.

Zur Behandlung von Erektionsstörungen kommt der Wirkstoff Sildenafil zum Einsatz. Am bekanntesten dürfte das Präparat Viagra sein, das im Volksmund auch als die „blaue Pille“ bekannt ist. Sildenafil wurde einst bei Forschungen entdeckt, als man ein Mittel gegen Bluthochdruck entwickeln wollte.

Sildenafil gehört zu den Phosphodiesterase-5-Hemmern und wird nunmehr erfolgreich bei Erektionsstörungen eingesetzt. Dabei wird der Penis besser durchblutet und verhindert, dass die Erektion sich schneller abbaut.

Mittlerweile ist das Angebot der Phosphodiesterase-5-Hemmer recht groß. Neben dem bekannten, aber etwas kostenintensiveren Viagra gibt es inzwischen mehrere Präparate auf dem Markt, die eine ähnliche Wirkung wie die blaue Pille aufweisen. Dazu gehören unter anderem Cialis, Levitra, Tadalafil und Tadahexal.

Ein Besuch beim Hausarzt oder Urologen ist dabei obligatorisch, da es sich um verschreibungspflichtige Präparate handelt. Der Mediziner wird dann in einem beratenden Gespräch das geeignete Medikament verschreiben, dass man sich dann anonym in einer Online Apotheke bequem kaufen kann, womit man sich den peinlichen Besuch der Apotheke erspart.

Asexualität

Für die meisten Menschen gehört Sex zu Leben und Beziehungen. Doch es gibt auch Menschen, die völlig darauf verzichten können, weil sie schlicht kein Interesse daran haben und sich sexuell nicht zu einem anderen Menschen hingezogen fühlen.

Asexualität wird allerdings nicht als Störung definiert, da ja die Betroffenen im Vergleich zur Frau, die ihre Libido verloren hat oder zum Mann, der mit Erektionsproblemen konfrontiert ist, keinen Leidensdruck erfahren.

Asexualität ist nicht gänzlich erforscht. Es könnte ein Hormonmangel vorliegen, aber auch eine andersartige Beschaffenheit des Gehirns. Wissenschaftler gehen davon aus, dass das sexuelle Desinteresse angeboren und nicht behandelbar ist.