Rauchen Entwöhnung mit Potenzmitteln

Potenzstörungen, auch als Impotenz oder erektile Dysfunktion bekannt, sind immer noch ein Tabuthema. Die Ursachen dafür, warum es im Bett nicht mehr so funktioniert, können vielfältig sein. Häufig liegt der Grund aber in einigen Gewohnheiten, die sich ändern oder gar abstellen lassen. Neben ungesunder Ernährung oder übermäßigen Alkoholkonsum kann auch das Rauchen ursächlich für eine erektile Dysfunktion sein.

In Deutschland leider ungefähr 20 % der Männer im Alter zwischen 30 und 80 unter Potenzproblemen. Dies sind aber nur die Zahlen, die bereits bekannt sind, da die Männer sich von einem Mediziner haben beraten lassen. Die Dunkelziffer sollte noch höher liegen.

Wie hängt das Rauchen mit Potenzproblemen zusammen?

Es wurden wissenschaftliche Studien durchgeführt, die belegen, dass Raucher ungefähr um 50 % häufiger an erektiler Dysfunktion leiden als Nichtraucher. Daher muss daraus geschlossen werden, dass der Konsum von Nikotin in unmittelbarem Zusammenhang mit Potenzproblemen steht.

Hierbei sind jene Männer, die ab und zu eine Zigarette rauchen, weniger gefährdet als jene, die bereits längere Zeit rauchen. Auch die tägliche Anzahl der Zigaretten spielt eine Rolle. Insbesondere Männer jenseits des 40. Lebensjahres, die täglich mehr als 20 Zigaretten rauchen, sind gefährdet. Bei starken Rauchern ist es möglich, dass Erektionsprobleme bereits in jüngeren Jahren entstehen. Darüber hinaus kann neben Potenzproblemen auch die Fruchtbarkeit in Mitleidenschaft gezogen werden.

Zyban (Generika) ist das erste Medikament, das mit Erfolg Nikotinsucht bekämpft und die Raucherentwöhnung erleichtert. Der Wirkstoff Bupropion wirkt auf Abläufe direkt im Gehirn, die unter anderem für das Vergnügen zuständig sind. Durch die Einnahme des Medikaments werden die Entzugserscheinungen gelindert und die Erfolgschancen bei der Raucherentwöhnung auf dem Weg zum Rauchstopp erhöht.

Um zu verstehen, wie das Rauchen die Leistung im Bett beeinflusst, muss man sich zuerst darüber bewusst sein, wie eine Erektion entsteht. Bei einer Erektion füllen sich die Schwellkörper, das sind die Blutgefäße im Penis, mit Blut. Im Penis sind auch bestimmte Muskeln aktiv, die den Blutfluss regulieren. Sollte hier eine Störung vorliegen, kann es vorkommen, dass der Penis sich nicht mehr ausreichend mit Blut füllt und keine ausreichende Erektion mehr entstehen kann.

Sicher tritt dies häufig in fortgeschrittenem Alter auf, aber auch Tabak- und Alkoholkonsum können sich negativ auf diese Funktionen auswirken. Darüber hinaus können auch ungesunde Ernährung oder eine Diabetes als Ursache angeführt werden. Durch die Ablagerung von Fett und Kalk in den Blutgefäßen und Schwellkörpern kann das Blut nicht mehr ungehindert strömen. Neben Erektionsproblemen besteht unter anderem auch eine höhere Gefahr, an Arteriosklerose zu erkranken. Für den Betroffenen sollte es ein Alarmsignal sein, wenn es im Bett nicht mehr klappt, denn es könnten sich auch schwere Krankheiten ankündigen, zum Beispiel ein Schlaganfall oder ein Herzinfarkt.

Wer sich entschließt, mit dem Rauchen aufzuhören, wird bereits nach wenigen Tagen erste Veränderungen bemerken, auch wenn die Potenzprobleme noch nicht gänzlich der Vergangenheit angehören könnten. Hier besteht ein Zusammenhang zwischen der Anzahl der bisher gerauchten Zigaretten, dem Alter und dem sonstigen gesundheitlichen Zustand. Mitunter müssen die Potenzprobleme parallel medikamentös behandelt werden. Details darüber, wie die Rauchentwöhnung und die Steigerung der Potenz medikamentös kombiniert werden können, sollten mit dem Hausarzt abgeklärt werden.

Umstellung der Lebensgewohnheiten für mehr Potenz

Wer an Erektionsstörungen leidet, sollte sich nicht nur auf Potenzmittel verlassen, die sicherlich unterstützend wirken können, sondern auch seinen Lebensstil grundlegend ändern. Dazu gehören unter anderem eine Umstellung der Ernährung, die Reduzierung des Übergewichts und Bewegung.

Sport und regelmäßige Bewegung haben direkten Einfluss auf die Potenz. Wie bereits eingangs erwähnt, ist für eine gute Erektion ein optimaler Blutfluss notwendig. Sport unterstützt das Herz-Kreislauf-System und sorgt somit dafür, dass das Blut wieder besser fließt, was sich letztendlich auch bei der Erektion bemerkbar macht. Sind die Gefäße intakt, ist auch eine Erektion wieder möglich.

Mit regelmäßiger sportlicher Aktivität hat man auch noch einen weiteren positiven Effekt, der sich gut auf das Liebesleben auswirkt: man reduziert das Gewicht, denn auch Übergewicht kann sich negativ auf die Erektionsfähigkeit auswirken. Dies ist übrigens bereits durch Studien belegt. Männer, die sich wenig bewegen, weisen das doppelte Risiko auf, früher oder später mit erektiler Dysfunktion konfrontiert zu werden. Übrigens hat sich gezeigt, dass die Wirkung von PDE5-Hemmern wie Cialis oder Viagra deutlich besser war bei Männern, die die Einnahme der Potenzmittel mit sportlicher Betätigung kombinieren.

Die Umstellung der Ernährung wirkt sich ebenfalls positiv auf die Potenz aus. Gesunde Ernährung und erektile Dysfunktion stehen in engem Zusammenhang, haben Studien mittlerweile ergeben. Insbesondere die Umstellung auf Vollkornprodukte, mageres Fleisch, Gemüse und Obst zeigt bereits nach kurzer Zeit ihre Wirkung.

Potenzprobleme mit Medikamenten bekämpfen

Wer unter erektiler Dysfunktion leidet, sollte den Gang zum Arzt nicht scheuen, denn wie bereits oben beschrieben, können sich dahinter auch schwere Krankheiten verbergen, die noch unentdeckt sind, zum Beispiel eine Diabetes. Wenig sinnvoll oder gar gefährlich könnte es werden, wenn man verschreibungspflichtige Medikamente wie Viagra oder Cialis aus dem Ausland ohne Rezept bestellt, denn es ist nicht bekannt, ob diese Präparate auch wirksam sind oder ob gar Gefahren von ihnen ausgehen können. Außerdem besteht die Gefahr, dass man sich mit der Einfuhr dieser Medikamente sogar strafbar macht.  

Wer Potenzmittel im Internet kaufen möchte, sollte sich auf jeden Fall an legale und seriöse Anbieter halten. Alternativ zum Gang zum Hausarzt oder Urologen kann man sich auch in einer Online Klinik das gewünschte Präparat verschreiben lassen.

Welche Potenzmittel helfen am besten?

Neben Viagra, der bekannten blauen Pille, gibt es mittlerweile mehrere Produkte mit ähnlicher Wirkung auf dem Markt, denn das Patent für Viagra ist inzwischen abgelaufen. Das macht es auch anderen Pharmakonzernen möglich, ähnliche Präparate anzubieten, die weitaus preisgünstiger sind. Welches Medikament geeignet ist, sollte individuell mit dem behandelnden Arzt abgeklärt werden.

Bei Impotenz verschreiben die Ärzte gern die sogenannten PDE5-Hemmer mit den Wirkstoffen Sildenafil, Avanafil oder Tadalafil. Die auf dem deutschen Markt zugelassenen Präparate sind Viagra, Cialis, Levitra und Spedra. In der Wirkung sind die genannten Präparate recht ähnlich.

Bei der Stimulierung aktiviert sich das Enzym cycloGMP, das dafür sorgt, dass Blut in den Penis fließt. Beim Abbau von cycloGMP wird das Enzym Phosphodiesterase Typ 5 (PDE5) freigesetzt, der Penis erschlafft. Bei einer Erektionsstörung wird PDE5 schneller freigesetzt, so dass eine Erektion zu schnell abgebaut wird oder gar nicht erst entstehen kann. Hier setzen die Medikamente Viagra & Co. an, denn sie verhindern die zu schnelle Freisetzung von PDE5. Voraussetzung ist natürlich die sexuelle Stimulation. Die Medikamente allein können also keine sexuelle Lust erzeugen, sondern sind nur für die Entstehung der Erektion zuständig.

Bei der Rauchentwöhnung kann ein Potenzmittel durchaus positive Wirkung haben. Allein die Fähigkeit, wieder Leistung im Bett zu bringen, könnte unterstützend dafür sein, wenn es darum geht, seinen Lebensstil zu verändern.