Extrakorporale Stoßwellentherapie – die Alternative bei ED

Erektionsstörungen sind eines der häufigsten Alltagsleiden bei Männern, denn sie treten nicht so selten auf wie man denkt. Bereits jeder 8. Mann unter 40 Jahren leidet an Erektionsstörungen. Bei Männern ab 60 Jahren ist bereits jeder dritte betroffen. Die große Scham hält Männer von einer schnellen Therapie ab. Häufig quälen sie sich Jahre mit Erektionsstörungen, bevor sie zum Arzt gehen.

Die klassische Therapie bei der Erektilen Dysfunktion umfasst die Gabe eines Potenzmittels wie Viagra. Diese sind gut verträglich und weisen eine hohe Erfolgsquote auf. Aber Mann ist zeitlich recht starr an die Pillen gebunden, ein spontanes Sexualleben ist mit den meisten Präparaten nicht möglich.

Hier setzt eine neue Therapiemöglichkeit an: die Stoßwellentherapie. Mit hochenergetischen Druckwellen wird Erektionsstörungen der Gar ausgemacht. Lesen Sie hier, was Erektionsstörungen sind, welche Ursachen Erektionsstörungen haben können und wie die Stoßwellentherapie bei Erektionsstörungen helfen kann.

Was sind Erektionsstörungen?

Vorweg, der Körper ist keine Maschine. Daher ist es völlig normal, wenn gelegentlich Erektionsstörungen auftreten. Sorgen muss man sich erst dann machen, wenn diese häufiger oder gar jedes Mal auftreten. Mediziner sprechen von Erektiler Dysfunktion oder krankhaften Erektionsstörungen, wenn diese über einen Zeitraum von 6 Monaten in mindestens zwei Drittel aller Versuche auftreten. In diesem Fall kann davon ausgegangen werden, dass ein Grund für diese Störungen vorliegt.

Ursachen für Erektionsstörungen

Die Gründe für Erektionsstörungen sind sehr vielfältig. Gerade bei jüngeren Männern sind häufig nicht organische Ursachen schuld. Gerade bei ihnen sind psychische Probleme oder ein hormonelles Ungleichgewicht schuld an Erektionsstörungen. Stressige Lebensumstände, ein Burnout, Depressionen oder Schlafstörungen fördern häufig schnell Ihren Tribut. Hormonelle Störungen, bei denen der Körper nicht mehr genügend Testosteron produziert, können ebenso Auslöser für Erektionsstörungen sein.

Männer mit Diabetes mellitus leiden häufig an Erektionsstörungen, da ein krankhaft erhöhter Zuckerspiegel zu Schädigungen von Nerven- und Arterien führen kann, die irreversibel sind. So kann das Lustempfinden und Erektionsvermögen bei Diabetikern stark vermindert sein. Auch eine Medikamenteneinnahme kann Auslöser für eine Erektile Dysfunktion sein. So können viele gängige Medikamente wie Betablocker oder Antidepressiva Erektionsstörungen zur Folge haben. Treten Erektionsstörungen in einem zeitlichen Zusammenhang mit der Einnahme von Medikamenten auf, sollte in jedem Fall an mögliche Nebenwirkungen der Präparate gedacht werden.

Die häufigste Ursache für Erektionsstörungen ist und bleibt allerdings die Arteriosklerose. Als Arteriosklerose werden Durchblutungsstörungen bezeichnet, die aufgrund von einer Verkalkung der Arterien entstehen. Arteriosklerose wird begünstigt durch eine ungesunde, fettreiche Ernährung, Übergewicht und einen bewegungsarmen Lebensstil. Fett- und Plaquereste, die vom Körper nicht mehr aufgenommen werden können, setzen sich an den Innenwänden von Arterien ab und verstopfen diese allmählich. Durch die Ablagerungen werden einerseits die Arterienwände steifer, hinzu kommt noch, dass der Blutfluss durch die Ablagerungen behindert wird und nicht mehr genügend Blut durch die Arterien fließen kann.

Arteriosklerose beginnt meist im Alter von 25 Jahren, macht sich aber erst ab Mitte 40 bei den meisten Männern bemerkbar. Die feinen Kapillaren, die die Schwellkörper des Gliedes mit Blut versorgen, sind häufig als erstes von Symptomen der Arteriosklerose betroffen. Des Weiteren haben Betroffene nicht nur ein erhöhtes Risiko für Erektionsstörungen, sondern auch für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und schwerwiegende Durchblutungsstörungen.

Männer, bei denen Erektionsstörungen im Alter auftreten, sind in großer Wahrscheinlich von Arteriosklerose betroffen.

Diagnose Erektile Dysfunktion

Für den betreuenden Arzt fängt hier eine schwierige Suche an. Betroffene sollten die Fragen des Arztes zum Sexualleben, aber auch zu den allgemeinen Lebensumständen, absolut wahrheitsgemäß beantworten. Wenn der Partner ebenfalls befragt werden kann, kann das für die Ursachenfindung sehr hilfreich sein. Betroffene sollten sich bereits schon vor dem Arztbesuch mit der Frage beschäftigen, ob in der Nacht oder am Morgen noch Spontanerektionen erlebt werden. Dieses ist ein wichtiges Indiz, um die Funktionsfähigkeit des Gliedes beurteilen zu können. Eine Blutabnahme kann unbekannte Risikofaktoren wie erhöhte Blutfettwerte, Entzündungen oder krankhaft erhöhte Blutzuckerwerte offenlegen.

Therapie Erektionsstörungen

Die klassische Therapie bei Erektionsstörungen besteht aus der Gabe von Potenzmitteln. Diese arbeiten mit Phosphodiesterase-5-Hemmern (PDE-5-Hemmer), die den vorzeitigen Abbau der Erektion verhindern und zuverlässig bei Potenzproblemen helfen. Die zugelassenen PDE-5-Hemmer Vardenafil, Sildenafil, Avanafil und Tadafil haben eine Wirkzeit von 5- 36 Stunden. Außer dem Medikament Cialis, welches den PDE-5-Hemmer Tadalafil enthält, dürfen Potenzmitteln innerhalb von 24 Stunden lediglich einmal eingenommen werden. Innerhalb der Wirkzeit können mehrere Orgasmen erlebt werden.

Stoßwellentherapie Erektionsstörungen

Die Stoßwellentherapie ist in anderen Teilgebieten der Medizin bereits seit vielen Jahrzenten im Einsatz. So können mit der Stoßwellentherapie beispielsweise Nierensteine komplikationslos und eingriffsarm zertrümmert werden. Auch können verkalkte Sehnen durch die energiereichen Wellen wieder gelockert werden.

Im Bereich der Erektilen Dysfunktion kommt die Stoßwellentherapie dann zum Einsatz, wenn Erektionsstörungen aufgrund von Durchblutungsproblemen zustande gekommen sind. Dabei werden die Stoßwellen direkt auf das Glied gerichtet, um dort die Neubildung von Blutgefäßen (Neo-Angiogenese) anzuregen, die die verstopften Blutgefäße ersetzen können. Im Schwellkörper kommt es zu Umbauprozessen, wodurch die Durchblutung der Schwellkörper verbessert wird.

Vorteile Stoßwellentherapie

Im Gegensatz zur symptomatischen Therapie mit Potenzmitteln geht man mit der Stoßwellentherapie die Ursache der Erektionsstörungen an. Die Behandlung ist schmerzfrei und kann ambulant durchgeführt werden, wobei bislang keine Nebenwirkungen bekannt sind. Im schlimmsten Fall ist die Therapie wirkungslos, birgt aber dahingehend eine große Chance, Erektionsstörungen zumindest zu verbessern oder sogar ganz aufzuheben.

Entscheidet man sich für eine Stoßwellentherapie, sind etwa sechs bis zwölf Sitzungen nötig, um einen nachhaltigen Effekt zu erreichen. Mit jeder 30-minüten Sitzung können Besserungen der Erkrankung auftreten. Wissenschaftliche Studien belegen, dass in etwa 80% der Fälle eine gravierende Verbesserung des Schweregrades der Erektilen Dysfunktion erreicht werden konnte. Damit ist die Stoßwellentherapie in etwa so effektiv wie die symptomatische Therapie mit Potenzmitteln.

Es spricht nichts dagegen, dass die symptomatische Therapie mit der Stoßwellentherapie gleichzeitig angewandt wird. Es können während der laufenden Stoßwellentherapie Potenzmittel eingenommen werden, um weiterhin ein zufriedenstellendes Sexualleben zu erleben. Mit der einsetzenden Wirkung der Stoßwellentherapie können die Potenzmittel allmählich abgesetzt oder geringer dosiert werden.

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